Verfasst von: Jan | 29. Juni 2014

Reisetagebuch Ostjava, Bali und Lombok 2014: Reisterassen, Vulkane und Regenwald – Allgemeine Reisetipps für Bali und Lombok

Bali 2014

Bali, die „Insel der Götter“ vereint zusammen mit der Nachbarinsel Lombok und dem östlichen Java Kultur und Erholungsmöglichkeiten auf kleinem Raum: Wassersportaktivitäten wie Surfen, Schnorcheln und Tauchen an tropischen Stränden, über 1.000 Tempel, Gamelan-Musik und Legong-Tanz, kulturelle Einflüsse aus Hinduismus, Buddhismus und Islam, saftig-grüne Reisterassen, tropische Regenwälder, Wellness und Partymetropolen und vieles andere mehr!

Freuen Sie sich auf das bebilderte Reisetagebuch, in dem ich Ihnen einen lebensnahen Eindruck über Bali vermitteln möchte – dazu gibt es nützliche Tipps zu den jeweiligen Orten unserer Rundreise (z. B. Ubud, Candi Dasa, Lovina, Gili Trawangan, Permuteran…).

Bevor es mit dem bebilderten Reisetagebuch losgeht, habe ich für Sie ein paar allgemeine Reisetipps für Ostjava, Bali und Lombok:

Reisezeit: Ich bin im Juni gereist, was wie die gesamte Zwischensaison (Mai, Juni und September)als ideale Reisezeit gilt, weil das Wetter trocken ist. Die Hochsaison (Juli und August) gilt als teuer, die Nebensaison (Januar bis April, Oktober und November) liegt in der Regenzeit, wobei sich die Niederschläge in Grenzen halten.

Reiseführer: Wie so oft – kein Reiseführer ist ideal. Ich habe eine Kombination von drei sehr unterschiedlichen Büchern verwendet: Lonely Planet (den ich normalerweise eher meide), Du Mont, und Nelles. Die meisten Reiseführer kombinieren Bali und Lombok, aber kaufen Sie besser keinen Reiseführer über ganz Indonesien, wenn Sie nur nach Bali und/oder Lombok gehen. Am meisten hat mich noch der Reiseführer von Du Mont überzeugt. Lonely Planet ist dann gut, wenn Sie keine festgelegte Route und vorgebuchte Hotels haben und eine längere Zeit auf Bali und Lombok verbringen, da auch viele Wanderungen mit Karten enthalten sind.

Orientierung:

  • In vielen Reiseführern sind Karten enthalten, auch Detailkarten der wichtigsten Städte. Da auch kurze Strecken in der großen Hitze sehr anstrengend sein können und kaum etwas ordentlich ausgeschildert ist, überlegen sie sich ggf. einen der vielen „Transport! Transport!“-Fahrer zu beauftragen (handeln!). Auch viele Hotels bieten natürlich Transfers an.
  • Wenn Sie ein Smartphone besitzen, holen Sie sich auf jeden Fall eine kostenlose Navigations-App mit Offline-Kartenmaterial (z. B. den Navigator aus dem Google Play Store). So verbrauchen Sie keinen Datentraffic, was im Ausland schnell ein teurer Spaß werden kann. Eine solche App ist ungeheuer praktisch – beispielsweise können Sie über die Funktion „GPS-Position speichern“ immer hinterlegen, wo Sie etwas interessantes gesehen oder gemacht haben und diesen Punkt später wiederfinden (auch bei Dunkelheit).

Autofahren/Transport:

  • Wenn Sie mit Linksverkehr zurecht kommen, könnten Sie theoretisch ein Auto oder Moped mieten (Australier machen das relativ häufig auf Bali). Es gibt aber nur sehr wenige Schilder und die Straßen sind abseits der größten Städte nicht besonders gut (relativ schmal, unbefestigte Ränder, Schlaglöcher). Außerdem nachts meist unbeleuchtet – mit Verkehrsteilnehmern ohne Licht ist zu rechnen.
  • Die von mir gebuchte Rundreise mit Privatguide und Fahrer war nur 100,– EUR teurer als die Gruppenreise. Orts- und sprachkundige Führer und erfahrene Chauffeure ersparen Ihnen viel Stress. Zudem gibt es für Touristentransportfahrzeuge einen TÜV im Abstand von 6 Monaten und es wird gewährleistet, dass der Fahrer einen regulären Führerschein hat.
  • Es gibt wenig reguläre Taxis – die der Blue Bird Group gelten als seriös und günstig (unbedingt auf Taxameter bestehen – ein freundliches „use the meter?“ hilft meist).
  • Grundsätzlich gilt aus meiner Sicht: Transportgeld ist gut investiertes Geld – bei der Hitze und fehlender Ortskenntnis werden viele Wege fußläufig schnell etwas anstrengend.

Sprache:

  • In den meisten Hotels und Restaurants wird passabel englisch gesprochen.
  • Indonesisch (Bahasa Indonesia) gilt als vergleichsweise einfach zu lernen – ich selbst hatte allerdings keinen allzu großen Erfolg. Zumindest die wichtigsten Worte wie „Danke“ (Terima kasih!) werden Ihnen Freude und Respekt der Indonesier verschaffen.
  • In touristischen Gegenden und Großstädten werden Sie oft mehrsprachige Speisekarten vorfinden – schauen Sie trotzdem, dass Sie aus Ihrem Reiseführer die wichtigsten Wendungen parat haben – idealerweise auch eine Übersetzung der Gerichte und deren Beschreibung.

Geld: Gezahlt wird vorzugsweise bar in der einheimischen Währung, der indonesischen Rupiah (100.000 Rp entspricht ca. 6,30 EUR). Bargeld besorgen Sie sich am besten an Geldautomaten (ATMs) vor Ort, die Sie überall finden. An den Geldautomaten befindet sich meist ein kleiner Aufkleber, der die ausgegebene Stückelung anzeigt (Scheine à 50.000 oder 100.000 Rp) – versuchen Sie möglichst kleine Scheine zu bekommen, da viele Läden, Restaurants und Fahrer „angeblich“ kein Wechselgeld haben. Lassen Sie sich größere Scheine im Hotel in kleinere wechseln. Viele Hotels und größere Restaurants akzeptieren verbreitete Kreditkarten (VISA und Mastercard). US-Dollar und Euro spielen eigentlich keine Rolle (außer bei der Einreise, hier müssen Sie 25,– USD pro Person berappen – am besten abgezählt im Reisepass vorhalten).

Fotozubehör: Bekommen Sie problemlos in größeren Städten. Auf dem Land sieht es schlecht aus – ich würde alles benötigte mitbringen.

Essen/Trinken:

  • Sie können in regulären Restaurants, auf Nachtmärkten, oder in den bescheideneren „Warungs“ essen. In Restaurants werden oft 10% Service und 10% Steuer aufgeschlagen, in den Warungs gilt das nicht, weshalb Sie dort günstiger essen können. Wenn Sie Ihren Magen etwas an die einheimische Küche gewöhnt haben, versuchen Sie sich unbedingt an den Essensständen auf den Nachtmärkten und in den Warungs. Gut, günstig und vor allem authentisch!
  • Einheimischer Fisch (z. B. Mahi Mahi, eine Art Barracuda, Thunfisch oder Snapper), Garnelen, Hummer, Tintenfisch und andere Meeresfrüchte sind günstig und lecker zubereitet.
  • Gado-Gado ist frisch und auch für Vegetarier geeignet.
  • Auch NasiGoreng oder Mie Goreng sind authentisch indonesisch und anders, als man es auch hiesigen asiatischen Restaurants kennt – oft werden diese Gerichte mit Spiegelei und Sambal Olek serviert. Lassen Sie sich besonders in Warungs das hausgemachte Sambal Olek bringen (wenn Sie gern scharf essen), dieses ist deutlich besser als das fertige aus der Flasche. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, hier können Sie ein weiteres authentisches Geschmackserlebnis genießen.
  • Getränke: Das unter Heineken-Lizenz gebraute einheimische Bier Bintang ist sehr ordentlich und so gut wie überall in 0,3- und 0,6-Liter-Flaschen zu bekommen. Der einheimische Schnaps auf Reisbasis (Arak) ist pur auf Eis oder mit Sprite oder Cola als Longdrink (Arak Attack) erhältlich. Ich würde eher abraten (teilweise mit Methanol versetzt, siehe unten).
  • Sorgen Sie vor allem dafür, dass Sie immer genügend Wasser dabeihaben.
  • Vorsicht bei offen ausgeschenktem Alkohol, besonders Arak – das Auswärtige Amt warnt:

    „Es wird landesweit zu größter Vorsicht beim Verzehr von Alkohol geraten. Mehrere Kranken- und Todesfälle, auch von deutschen Staatsangehörigen, nach dem Genuss von alkoholischen Getränken lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen.“

Gesundheit: Sonnenschutz und noch mehr Sonnenschutz! Mütze, Sonnencreme und Sonnenbrille gehören auf jeden Fall mit auf die Bali-Reise. Dazu ist auch Mückenschutz sehr wichtig (wegen Malaria und Dengue-Fieber). Ich bevorzuge Autan Tropical, auch Antibrumm wird allenthalben empfohlen. Das beste Mittel ist immer noch die Vermeidung von Mückenstichen durch das Tragen langer, heller Kleidung. Ich war schon einige Male in Asien und trage mittlerweile auch tagsüber lange Hosen aus Funktionsmaterial (meist Zip-Hosen mit „abnehmbaren Beinen“). Abends trage ich dann zusätzlich gern ein dünnes Longsleeve-Shirt.

Auch in sehr guten Hotels bekommen Sie üblicherweise je Tag zwei Gratisflaschen stilles Wasser. Dieses können Sie statt Leitungswasser zum Zähneputzen verwenden, auch wenn Ihnen mit dem Leitungswasser wahrscheinlich auch nicht viel passieren wird. Zum Trinken verwenden Sie aber ausschließlich Wasser aus original versiegelten Flaschen, das überall günstig und in guter Qualität erhältlich ist (z. B. von einheimischen Herstellern, aber als besser gelten die Produkte von Nestle und Danone).

Ansonsten schwöre ich auf 2 kleine „Desinfektions“-Rationen Schnaps am Tag (vor dem Frühstück und vor dem Abendessen) – in den Duty-Free-Shops an den Flughäfen gibt es mittlerweile praktische 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff. Ich bevorzuge Grant’s Whisky, es gibt aber auch Wodka und andere Spirituosen. Vielleicht nur ein Placebo, aber ich habe auf diese Weise zwei Wochen ohne Magenprobleme gut durchstanden. Dazu gilt, Hände weg von Obst, Salaten, und Eiswürfeln. Meiner Reisepartnerin ist zudem auch eine Kokosnuss nicht allzu gut bekommen…

Sicherheit: Bali, Ostjava und Lombok gelten als sichere Regionen – beachten Sie einfach die üblichen Sicherheitshinweise (Wertsachen in den Hotelsafe, nur wenig Bargeld mitführen). Normalerweise wird Ihnen außer „versehentlich“ zu wenig herausgegebenem Wechselgeld oder kleinem Betrug beim Geldwechsler nicht viel passieren.

Souvenirs: Es bietet sich ein Sarong an, ein Rock aus einem langen Tuch, der in Indonesien auch von Männern getragen wird. Sollten Sie einen Tempel besichtigen (und es gibt über 1.000 Tempel auf Bali), wird oft das Tragen eines Sarongs auch von Touristen erwartet. Wenn Sie Ihren eigenen rechtzeitig kaufen, haben Sie die freie Wahl in Sachen Farbe und Design und müssen zudem nicht die (natürlich höheren) Preise direkt am Tempel bezahlen oder einen Leihsarong in Anspruch nehmen. Einen Sarong können Sie zur not auch noch als Handtuch oder Unterlage für den Strand verwenden. Neben Sarongs gibt es auch eine große Auswahl an Schals und Tüchern, Stoffen (Meterware) und anderer Kleidung (Hemden und T-Shirts).

Bei einer Plantagenbesichtigung können Sie Bali-Coffee oder auch den berühmten Kopi Luwak erwerben, zudem Gewürze (z. B. Zimt, Anis, Muskatnuss). Ubud hat die größte Auswahl an Souvenirläden unterschiedlicher Qualität – versuchen Sie unbedingt schon in Ubud den Großteil Ihrer Mitbringsel einzusammeln, zum Beispiel am zentralen Markt gegenüber des Palastes im Stadtzentrum. Hier erhalten Sie auch Holzschnitzereien, Keramik und andere handgefertigte traditionelle Souvenirs. Meist gilt: handeln! 50-60% unter dem erstgenannten Preis des Verkäufers gelten als realistisch. Manche Verkäufer setzen allerdings auch den 5-7fachen Preis als erstes Angebot an… Läden mit Fixpreisen sind etwas teurer, ersparen Ihnen aber den Stress des Verhandelns, falls Ihnen das zu anstrengend ist.

Sonstiges:

Advertisements

Responses

  1. […] Reisterassen, Vulkane und Regenwald – Allgemeine Reisetipps für Bali und Lombok […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: