Verfasst von: Jan | 14. Juni 2013

Bildgestaltung – Tipps für einen geraden Horizont

Bei vielen Urlaubs- und Reisefotos kann man einen typischen Fehler beobachten: Einen nicht geraden Horizont, der mehr oder weniger leicht – manchmal auch deutlich – ansteigt oder abfällt (häufig auch immer zur selben Seite). Die Ursache hierin liegt meist in einer nicht geraden Kamerahaltung, möglicherweise aber auch in einer zu starken einseitigen Bewegung der Kamera beim Auslösen.

Für ein qualitativ hochwertiges Reisefoto ist es jedoch wichtig, den Horizont gerade aufzunehmen, besonders wichtig ist dies bei Wasseroberflächen (z. B. einem Sonnenuntergang über dem Meer), weil diese nach unserer Betrachtungsgewohnheit immer gerade sein müssen und eine Schräge hier unschön und störend wirkt.

Daher gibt es einige Möglichkeiten, mit denen Sie bereits bei der Aufnahme auf einen perfekt waagerechten Horizont sicherstellen können:

  • Hilfsraster: Viele Kameras verfügen im Sucher-/Displaybild über ein zuschaltbares Hilfsraster (oft in Drittelteilung) – Nutzen Sie die horizontalen Linien, um den Horizont daran auszurichten.
  • Orientieren Sie sich am Horizont oder anderen waagerechten Linien im Motiv und bilden Sie diese parallel zur oberen oder unteren Bildkante ab.
  • Kamerahaltung/Auslösen: Wenn Sie die Kamera per Hand richtig ausgerichtet haben, achten Sie darauf, beim Auslösen die Kamera nicht zu stark auf der Seite des Auslösers herunterzudrücken – eventuell kann es helfen, wenn Sie vor dem Betätigen des Auslösers Ihre Ellenbogen fest an Ihren Körper drücken.
  • Falls Ihre Kamera einen Zubehörschuh hat, könnten Sie diesen mit einer Mini-Wasserwaage bestücken, die es im Fotohandel zu kaufen gibt (das geht natürlich nicht mehr, wenn Sie dort bereits Ihr externes Blitzgerät montiert haben).
  • Verwenden Sie (z. B. bei Landschaftsaufnahmen) ein Stativ, hier sind ebenfalls oft  kleine Wasserwagen für perfekt ausgerichtete Hoch- und Querformataufnahmen eingebaut.
  • Bildkontrolle: durch den Sucher oder auf dem Display vor der Aufnahme konzentrieren Sie sich möglicherweise zu stark auf das Motiv, so dass Ihnen der “krumme” Horizont gar nicht auffällt. Prüfen Sie daher nach der Aufnahme in Ruhe auf dem Display, ob der Horizont ausreichend waagerecht ist.

Wenn dies alles nichts geholfen hat und die Schräge nicht zu “steil” ist, können Sie den Horizont nachträglich mit Bildbearbeitungssoftware korrigieren: Eine Nachbearbeitung der Ausrichtung mithilfe eines Hilfsrasters ist in vielen – auch kostenlosen – Bildbearbeitungsprogrammen möglich (z. B. Picasa).

Das Problem: Je stärker die Schräge “geradegerückt” werden muss, umso mehr werden Sie Bildinformation verlieren. Wenn zu stark “gedreht” wird, werden möglicherweise Motivteile abgeschnitten, besonders an den Rändern. Achten Sie deshalb bei Aufnahmen vorsorglich darauf, dass sich keine bildwichtigen Motivteile an den Rändern befinden.

Eigentlich gar nicht so schwierig – aber im Eifer des Gefechts nicht immer umzusetzen. Aber vielleicht waren diese Hinweise ja eine kleine Anregung für Sie. Damit alles schön gerade ist.

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Responses

  1. […] einsetzen und für die meiner Ansicht nach zunächst sehr wichtigen Schritte wie Beschneiden und Geraderücken des Horizonts. Mit diesen Schritten werden die Belichtung und die Farben des Bildes nicht […]


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