Verfasst von: Jan | 14. Februar 2013

Reisetagebuch Vietnam/Kambodscha (2): Hanoi-Highlights – Ho Chi Minh, Literaturpalast und Wasserpuppentheater

Do., 10.01.2013

Heute sollte mein Hauptbesichtigungstag in Hanoi sein. Mit dem vom Hotel bestellten Taxi ging es rechtzeitig zur Öffnung zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Das ganze Gelände ist ein Ort, an dem man besser keine Dummheiten macht. Alles rund um „Onkel Ho“ wird in Vietnam sehr ernstgenommen. Entsprechend stehen überall uniformierte Wachen und andere Aufpasser, man bewegt sich bis zum Mausoleum immer unter „Bewachung“ und muss vor dem Mausoleum auch seine Kamera abgeben. Ho Chi Minh ist unter orangenem Licht aufgebahrt, man darf einmal langsam um ihn herum gehen und kommt wieder raus… Auch hier alles recht streng: NICHT stehenbleiben, NICHT fotografieren, NICHT respektlos sein (z. B. Hände in den Hosentaschen). Ich z. B. hatte meine Hände hinter dem Rücken verschränkt, was ich gerne mache, um zu zeigen, dass ich nicht fotografieren und nichts anfassen will. Das war dem Wachmann aber gar nicht recht: er fasste mich am Arm und „bat“ mich, meine Arme seitlich am Körper hängen zu lassen. Aaalso gut…

Und das, obwohl Ho Chi Minh sich eigentlich ein schlichtes Begräbnis gewünscht hatte!

Danach bekam ich meine Kamera wieder – zum Glück ist der Rest der Anlage etwas entspannter zu besichtigen. Ein großer Teil des Parks rund ums Mausoleum ist allerdings gesperrt, man sieht jedoch den Palast, Ho Chi Minhs Wohnhaus nebst Arbeitszimmer sowie eine Garage mit dem von ihm genutzten Autos, darunter ein Peugeot (Geschenk von Frankreich).

Direkt angrenzend ist noch die Einsäulenpagode – nach meiner Ansicht weniger sehenswert (seit die ursprüngliche Holzsäule mit einer Betonsäule ersetzt wurde) und übrigens auch schlecht zu fotografieren, aber sie liegt auf dem Weg.

Mit dem Motorradtaxi (abenteuerlich!) bin ich zum Literaturtempel gefahren, regelrecht ein Hort der Ruhe im hektischen Mopedlärm.

Zurück im Hotel habe ich eine Fahrt mit einem Cyclo unternommen. Dabei handelt es sich um eine Fahrradrikscha. Mit einem urigen Fahrer Habe ich circa 1 h lang eine Fahrt durch die Altstadt und das französische Viertel gemacht. Cyclos gehören zum Stadtbild von Hanoi genauso wie die Mopeds. Der Vorteil in einem Cyclo ist, Dass man viel langsamer und gemütlicher unterwegs ist, und nach vorne gute Sicht hat. So können sie nach vorn und zu den Seiten ungehindert fotografieren. Übrigens: der Fahrer hält auch gerne kurz an, wenn sie in Ruhe ein Foto machen wollen.

Nach dieser Erfahrung habe ich mir nachmittags eine Vorstellung im Wasserpuppentheater angeschaut. Diese Kunstform gilt als typisch nordvietnamesisch; die Marionettenspieler stehen bis zur Hüfte im Wasser hinter einem Vorhang und bewegen die Puppen mit langen Bambusstäben vor dem Vorhang. Dazu gibt es traditionelle Musik und Licht-/Toneffekte. Obwohl das Wasserpuppentheater von Hanoi sehr bekannt ist, und auch schon zahlreiche Vorstellungen im Ausland gegeben hat, fand ich persönlich die Vorstellungen eher lahm. Das Wasserpuppentheater wird in vielen Reiseführern über Vietnam als Topattraktionen gehandelt, aus meiner Sicht haben Sie jedoch nichts verpasst, falls Sie es nicht besuchen wollen.

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