Verfasst von: Jan | 30. September 2012

Was professionelle Fotografen anders machen – und was Amateurfotografen daraus lernen können

Über ein höchst interessantes Experiment von Nikon habe ich zuerst bei DigitalLiving.ch gelesen („Ein Auge fürs richtige Bild“): Hier wurde das Verhalten von Amateurfotografen mit dem von Profifotografen verglichen – insbesondere die Augenbewegungen (mittels sog. Eyetracking-Technologie). Die Situationen waren jeweils identisch, und zwar in den Kategorien Reisefotografie, Naturfotografie und Eventfotografie. Zwar verwendet Nikon den Artikel gleichzeitig als Aufhänger, um das Kameramodel D3200 zu bewerben, dennoch aus meiner Sicht ein hochinteressantes Experiment.

Bevor Sie den Artikel bei Nikon Europe lesen, verschaffen Sie sich am besten einen Überblick über die Vorgehensweise anhand des folgenden Videos:

Was Sie aus diesem Artikel und dem zugehörigen Experiment mitnehmen können:

  • Nehmen Sie sich viel Zeit! Während die Profis ca. 10 Minuten für die Suche des besten Aufnahmestandorts aufwendeten, war der Amateur bereits nach ca. 3 Minuten zufrieden. Auch nahmen sich die Profis stets etwa 15 Sekunden mehr Zeit für die Aufnahme des  eigentlichen Bilds, um die interessantesten Motivteile zu erkennen.
  • Keine Denkverbote bei Aufnahmemöglichkeiten und Bildausschnitt! Prüfen Sie immer so viele Alternativen wie möglich (im Experiment: Profis: 29, Amateur: 8).
  • Wenn das Motiv gefunden ist: Blickwinkel permanent prüfen und ändern! Während der Amateuer meist „in Blickrichtung“ fotografierte, prüften die Profis jeden nur denkbaren Blickwinkel auf das Motiv und nahmen dafür auch unbequeme Haltungen und Wege in Kauf.

dasfotoportal.de meint in seiner Rezension des Experiments, dass Nikon hier lediglich „Binsenweisheiten“ verbreite und bezeifelt, dass Eytracking hierfür notwendig sei. Das mag je nach fotografischem Erfahrungshintergrund durchaus zutreffen, trotzdem erhalten dank dieser Übung vor allem Amateurfotografen eine anschauliche Demonstration der Vorgehensweise der Profis.

Auch für die Reisefotografie hält Nikon zusammenfassend folgende Tipps bereit (Zitat):

  • Durch das Einbeziehen von Personen erhalten Aufnahmen zusätzlich einen menschlichen Aspekt. Bei monumentalen Architekturaufnahmen sollten Sie die Belichtungszeit auf 1/8 oder 1/15 Sekunde einstellen, damit Menschen im Bild mit leichter Bewegungsunschärfe dargestellt werden. Ich empfehle, dafür ein Stativ zu verwenden
  • Das Gegenüberstellen von menschengemachten Strukturen und natürlichen Formen macht die Komposition von Bildern interessanter
  • Probieren Sie unterschiedliche Blickwinkel aus – die Motive erhalten dadurch einen obskuren und ungewöhnlichen Charakter. Versuchen Sie z. B. Bilder vom Boden aus zu machen und blicken Sie von unten auf Ihr Motiv
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